Die Moxatherapie - gerade in der kalten Jahreszeit

Material und Ursprung der Moxibustion, von HP Franz Thews

Seit je her verwendet man zur Moxibustion eine Artemisa-Art, zu Deutsch Beifuß, welches entweder in Pulver, Zunder oder Wolle aufgearbeitet wird.
Die genaue Artemisia-Art ist:
• Artemisia vulgaris variatio indica• Artemisia sinensis• Artemisia officinalis

Im Huang Di Nei Jing heißt es im Bezug auf die Moxatherapie:
„… Man wohnt hier in Wind, Kälte und Eis… Die Organe empfangen durch die Kälte Völlekrankheiten. Um diese zu behandeln, bevorzugt man Moxen und Fackeln…“
Die Moxibustion wurde folglich in kalten Regionen ausgeübt.
Selbstverständlich lässt sich die wärmende Therapiemethode auch mit anderem Material durchführen. Hierbei kommen zum Beispiel Tabak oder glimmende Bambusstäbchen in Betracht. Doch ist bei diesem Aspekt zu beachten, dass gerade das besondere Moxakraut mit seinen individuellen therapeutischen Eigenschaften die Wirkung verstärken kann, was bei herkömmlichem Tabak oder glimmenden Stäbchen nicht der Fall ist.
Hier sei angemerkt, dass die primäre Eigenschaft der „Artemisia“ die heiße Energie darstellt und somit für die Moxatherapie mehr als nur prädisponiert ist.
Zudem würde Tabak zu heiß abbrennen, was therapeutisch nicht erwünscht wäre.
Diese Tradition mittels Moxibustion zu behandeln, hat sich in mehreren asiatischen Ländern bis in die heutige Zeit bewährt und nimmt auch immer mehr im Westen an Bekanntheit zu.
Das Material und seine Form
Der Beifuß wird entweder zu grobes oder feines Pulver verarbeitet. In einem Mörser entfernt man durch Reiben des Krauts den anfallenden Staub. Danach wird dieses Pulver zu Kegeln oder Kugeln geformt. Der Zweck bestimmt die Größe. Das Zugeben eines Bindemittels erlaubt die Verarbeitung zu Räucherstäbchen.
Ferner kann Beifuß auch in eine Form „Wolle“ verarbeitet werden. Diese wird primär zur Herstellung von Kegeln verwendet, mit diesen man bevorzugt die Therapiemethode „heiße Nadel“ durchführen kann.
Weiterhin kann man so genannte Beifußröllchen formen. Diese lassen sich selbst herstellen, indem man 10-15 cm lange und 6-8 cm breite Stücke eines Zigaretten ähnlichen Papiers zurecht schneidet, dieses mit Artemisiapulver oder -wolle füllt und einrollt. Das Füllmaterial soll etwa 1mm dick sein. Daraus entstehen 10-15cm lange Stäbchen. (Eine Stricknadel kann als Stütze beim Einrollen benutzt werden.)
Zuletzt lassen sich auch Zigarettenhülsen mit Moxakraut füllen und zum Erwärmen von Akupunkturpunkten nutzen. Natürlich kann man auch Moxazigaretten mit Zigarettenpapier rollen, nur sollten diese nicht geraucht werden.

 

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